Ausgefallene Wanduhren im Schwarzwald Design oder ganz modern
Der Schwarzwald und die Uhrmacherei sind untrennbar miteinander verbunden. Bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begannen Bauern in den Wintermonaten, hölzerne Uhren zu fertigen. Was als Nebenerwerb begann, entwickelte sich zur Lebensgrundlage ganzer Dörfer. Die Region um Furtwangen und Triberg wurde zum Zentrum der deutschen Uhrenindustrie.
Die Kuckucksuhr prägte den Ruf des Schwarzwalds weltweit. Ihre genaue Herkunft liegt im Dunkeln – verschiedene Uhrmacher beanspruchen die Erstfertigung für sich. Die charakteristische Form mit dem Bahnwärterhäuschen entstand erst Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Architekten Friedrich Eisenlohr. Die mechanischen Meisterwerke mit ihren geschnitzten Gehäusen, oft verziert mit Tannenzapfen, Weinlaub oder Jagdszenen, wurden zum Exportschlager. So genannte Uhrenträger zogen durch Europa und verkauften die Schwarzwälder Erzeugnisse bis nach Russland.
Die industrielle Revolution brachte Manufakturen wie Junghans hervor, die 1861 in Schramberg gegründet wurde und 1903 zur größten Uhrenfabrik der Welt aufstieg. Heute verbindet die Region traditionelles Handwerk mit moderner Technik – ein Erbe, das in jeder Schwarzwälder Wanduhr weiterlebt.