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Artikel: Herbstdeko für die Wohnung

Herbstdeko für die wohnung

Herbstdeko für die Wohnung

Es gibt zwei Sorten Herbstdeko. Die eine kennt man aus Einrichtungsmagazinen: perfekt drapierte Kürbisse, farblich abgestimmte Kerzen und eine Lichterkette, die wie zufällig über dem Regal hängt. Die andere findet man in echten Wohnungen – und die sieht meistens besser aus, weil sich niemand beim Arrangieren einen Kopf gemacht hat. Wer seine Wohnung im Herbst verändern möchte, muss dafür nicht groß planen. Die folgenden Ideen lassen sich einzeln umsetzen oder miteinander kombinieren.

Erst mal Platz schaffen für die Herbstdeko
Bevor irgendetwas Neues dazukommt, dürfen ein paar Sachen verschwinden. Die Sommerblumen auf dem Fensterbrett, die hellen Kissenbezüge, die drei Deko-Objekte auf dem Sideboard, die seit März niemand mehr bewusst wahrgenommen hat. Tipp: Bei der Gelegenheit gleich den Herbstputz machen. Ähnlich wie beim Frühjahrsputz wird die Wohnung im Herbst einmal gründlich sauber gemacht, bevor es dann ans Dekorieren geht.

Herbstliche Farben und Stoffe

Ocker, Rostrot, Moosgrün, Bordeaux sind beliebte Herbsttöne. Nur sollte man sich auf zwei oder drei Töne beschränken und diese an mehreren Stellen im Raum wiederholen. Ein dunkelgrünes Windlicht auf dem Esstisch, ein Kissen im selben Farbton auf dem Sofa, ein Zweig mit roten Beeren auf der Kommode – das ergibt ein ruhiges Bild, das nicht zusammengewürfelt aussieht. Auch dürfen es nun derbere Stoffe sein. Eine Decke aus grobem Stoff über der Sessellehne, Kissenbezüge aus Samt oder Cord, ein Läufer auf dem Tisch – solche Wechsel kosten wenig Aufwand und verändern die Stimmung eines Raumes sofort. Im Herbst wechseln viele die Gardinen. Kurze Gardinen und leichte Übergardinen machen nun Platz für lange Stores und Gardinen in kräftigen Farben.

Herbstdeko beim Spaziergang sammeln

Hagebutten, Kastanien, Bucheckern, Tannenzapfen, einzelne bunt gefärbte Blätter – beim Herbstspaziergang kommt schnell einiges zusammen. Zu Hause landet dann gern alles in einer großen Schale, und das Ergebnis sieht aus wie eine Auslage im Bastelladen. Schöner wird es, wenn man sich beschränkt. Ein einzelner Hagebuttenzweig in einer schlichten Vase sieht besser aus als ein übervoller Strauß. Als Basis für solche Fundstücke eignet sich eine Schale mit ruhiger Form, etwa unsere handgefertigte Dekoschale aus Beton. Ein paar Walnüsse hinein, zwei kleine Zierkürbisse, vielleicht ein Apfel – fertig. Auf dem Esstisch macht sich das ebenso gut wie auf einem Sideboard.

Gemütlichkeit mit Licht inszenieren

Im Herbst, wenn es früher dunkel wird, braucht man mehr künstliches Licht in der Wohnung. Eine einzelne helle Lampe an der Decke macht den Raum hell, aber nicht gemütlich. Stimmung entsteht, wenn das Licht auf verschiedenen Höhen verteilt ist: eine Leuchte in der Ecke, Kerzenlicht auf dem Tisch, ein Windlicht auf der Fensterbank. Für Lichteffekte sorgt z.B. die Bodenlampe aus Rattan in einer freien Ecke oder neben einem Sessel. Das handgefertigte Geflecht wirft im Dunkeln ein feines Schattenmuster an die umliegenden Wände – mit einem warmweißen Leuchtmittel bestückt, wird die Ecke zu einem gemütlichen Platz.

Auf dem Tisch oder der Kommode werden oft Kerzen aufgestellt. Die Glaswindlichter mit Schwarzwaldgravur bringen dabei eine schöne Eigenheit mit: Ihr dunkelgrünes Glas schluckt den Kerzenschein nicht, sondern fängt ihn weich ein. Die eingravierten Motive – darunter die Black Forest Lady – werden erst sichtbar, wenn die Kerze brennt. Ein Exemplar auf dem Sideboard genügt als Akzent; wer mehrere gruppiert, sollte sie nicht zu dicht stellen und ruhig einen Stapel Bücher oder einen kleinen Zweig dazwischenschieben.

Wohin mit den Kerzenstummeln?

Wer im Herbst und Winter viele Kerzen hat, kennt das Problem: Irgendwann stehen überall Stummel herum, die für kein Windlicht mehr reichen, zum Wegwerfen aber zu schade sind. Das Schmelzfeuer Indoor CeraNatur gibt diesen Resten eine sinnvolle Verwendung. Der handgefertigte Keramikbrenner schmilzt alte Wachsreste ein und verbrennt sie über einen Glasfaser-Dauerdocht. Sieht auf dem Couchtisch gut aus, riecht angenehm nach Kerzenwachs und erspart den wachsenden Stummelvorrat in der Küchenschublade. Wie bei allem mit offener Flamme gilt: auf eine hitzebeständige Unterlage stellen und nicht unbeaufsichtigt lassen.

Ein Kamin sorgt für Behaglichkeit

Es muss ja nicht gleich ein großer Kamin im Wohnzimmer sein. Auf einem großen Esstisch oder einer geschützten Terrasse sorgt der Fireplace Tischkamin aus poliertem Edelstahl und Glas für Behaglichkeit. Er wird mit Paraffinöl betrieben, die Flammenhöhe lässt sich regulieren, und die schwarzen Flusssteine im Inneren können nach eigener Vorstellung arrangiert werden. Drumherum reichen ein Leinentischläufer und ein, zwei kleine Vasen mit Zweigen – zu viel Deko daneben nimmt dem Kamin die Wirkung. Wegen der offenen Flamme gehört er auf einen stabilen, hitzebeständigen Untergrund.

Und der Flur?

Die meisten denken bei Herbstdeko an Wohnzimmer und Esstisch. Dabei ist der Flur der Raum, den man als Erstes betritt. Eine kleine Szene auf der Konsole reicht: ein Windlicht, eine Schale mit Kürbissen, ein einzelner Zweig in einer schmalen Vase. Wer im Wohnzimmer mit Beton und dunkelgrünem Glas arbeitet, kann im Flur dasselbe Material aufgreifen. 
Viele hängen im Herbst auch einen Kranz an die Haus- oder Wohnungstür. Fertige gibt es im Handel, aber ein selbst gestalteter sieht meistens besser aus. Die Basis – einen schlichten Kranz aus Zweigen – bekommt man im Blumengeschäft. Den Rest liefert der nächste Waldspaziergang: Beeren, Moos, kleine Zierkürbisse und Heidekraut machen sich auf einem Türkranz besonders gut.

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Text: K. K. - Online Redakteurin / Foto: yasminizm von Pexels

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